Statt steiler, ausgetretener Stufen: Moderne Holzkonstruktionen führen sicher und bequem ins Untergeschoß.

In vielen Wohnhäusern fristet der Keller ein Schattendasein. Da wo früher Marmeladengläser, eingemachtes Kompott und Kartoffeln lagerten, wartet heute ausgedientes Allerlei darauf, entrümpelt zu werden. Doch dafür ist der Keller viel zu schade. Er lässt sich vielseitig nutzen. Und wer die wuchtigen Beton- oder Steinstufen gegen eine Treppenkonstruktion aus Holz ersetzt, kann zusätzlich Raum gewinnen.
In den 1950er- und 60er-Jahren wurden Lebensmittel oft in großzügigen Kellern gelagert. Heute betreiben die wenigsten Menschen diese Form der Vorratshaltung. Doch die Räume lassen sich anders nutzen – als Gästezimmer, Fitnessraum oder Bastelwerkstatt. „Wer seinen Keller ausbaut, sollte der Treppe besondere Aufmerksamkeit widmen“, sagt Thomas Köcher, Geschäftsführer der Treppenmeister-Partnergemeinschaft. „Eine Holztreppe sorgt für einen wohnlichen Übergang in den neugestalteten Bereich.“ Daneben sind moderne Konstruktionen sicherer und bequemer zu begehen als steile, ausgetretene Stufen ohne Geländer.

Ein weiterer Vorteil: Der Raum unterhalb der Stufen lässt Platz für Einbauschränke, Schubladen, Regale und sogar Sitznischen. Wird ein solcher Stauraum nicht benötigt, lässt sich der Raum mit einer freitragenden Treppe ohne Setzstufen offener und heller gestalten. Auch bei der Treppenmeister-Systemtreppe „Claustra“ sind die Stufen direkt in der Wand eingelagert. „Raumseitig werden sie über Leisten abgehängt“, erläutert Thomas Köcher das Besondere dieser Konstruktion. Reichen sie im Erdgeschoss bis zum Boden, kaschieren sie den Kellerabgang. Bei der Treppe in den Keller entsteht durch die Leisten eine abgetrennte Nische mit Stauraum unterhalb der Stufen.

Sollte der Abriss des alten Kellerzugangs übergangsweise eine Bautreppe nötig machen, bietet sich anstelle einer Betontreppe die Rohbau-Treppe „Vario“ an. Sie kann später als Basis für die neue Holztreppe dienen. Ein zweites Aufmaß wird damit überflüssig. Das spart Zeit und Kosten. „Vario“ wird in vielen Fällen vormontiert geliefert, kann ohne Kran aufgestellt werden und ist sofort einsatzbereit. Erst nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Stufenbeläge angebracht, die es in vielen verschiedenen Designs gibt. Durch die geschlossene Treppe mit Setzstufen kann der Platz darunter ebenfalls als Stauraum genutzt werden.
Beim Kellerbau ist der Zugang von oben immer ein besonderes Thema. In älteren Häusern stößt die Kellertreppe direkt an eine Tür, die sich in den Flur oder Wohnbereich öffnet und dort oft stört. Als Alternative bieten sich in solchen Fällen Bodenluken an. Sie verschwinden beim Schließen im Boden und dichten zuverlässig ab. So kann keine kalte Luft aus dem Keller ins Erdgeschoß strömen.
Je nach Material weisen Bodenluken einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von etwa 1,2 W/m2K auf. „In alten Häusern und in Anbetracht der geringen Fläche ist das ein sehr respektabler Wert“, so Köcher.
Die Luke lässt sich dank Gasdruckfedern so leicht wie ein Kofferraum-Deckel öffnen und schließen. Haltegriffe an der Unterseite geben Sicherheit beim Einstieg. Wer länger im Keller zu tun hat, kann die Luke auch von unten schließen.

Bilder: Treppenmeister GmbH




